Friedrich-Ebert-Stiftung
Büro Budapest
H-1056 Budapest,
Fővám tér 2-3
Ungarn

Tel.: +36-1-461-60-11
Fax: +36-1-461-60-18

E-Mail: fesbp@fesbp.hu
www.fesbp.hu

GenderEquality

Arbeitspapiere

Thema: "Demokratie als Enttäuschung" von András Bíró-Nagy
zum Arbeitspapier

Thema: "Hungarian Politics in 2016" von Gábor Gyõri, András Bíró-Nagy, und Zoltán Pogátsa
zum Arbeitspapier

Thema: "Security Policy and Migration" von Attila Juhász und Fatlum Gashi
zum Arbeitspapier (ungarisch)

Thema: "The sources of political information in Hungary"
zum Arbeitspapier

Thema: "Unzufriedene Wähler_innen in Ungarn" von András Bíró-Nagy, Tibor Kadlót, Tibor Závecz
zum Arbeitspapier (ungarisch)

Thema: "Gleichstellungspolitische Forderungen von Gewerkschaftsfrauen in Ungarn" von Judith Langowski, M.A.
zum Arbeitspapier

Thema: "Direktdemokratische Referenden als Machtinstrument der Regierung? Ein kritischer Blick nach Ungarn" von Róbert László
zum Arbeitspapier

Thema: "Solidarity in struggle: feminist perspectives on neoliberalism in East-Central Europe" von Eszter Kováts (ed.)
zum Arbeitspapier

Neuigkeiten

Hier finden Sie die aktuellsten Publikationen und Artikel sowie weitere interessante neue Informationen der FES.
Mehr lesen

Internationale Politik und Geselschaft

Logo European Foundation for Quality Management

Logo Frankfurter Hefte

Sie sind hier: Startseite

Herzlich Willkommen,
im Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist die älteste politische Stiftung Deutschlands. Sie ist den Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet und engagiert sich weltweit zugunsten einer Politik der Freiheit, der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit.

In Budapest ist die Friedrich-Ebert-Stiftung seit 1990 vertreten. Ziel unserer Arbeit in Ungarn ist es, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und die Entwicklung einer aktiven Zivilgesellschaft zu fördern und zu einer sozial gerechten Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels beizutragen. Wir setzen uns für die europäische Idee ein und unterstützen die regionale und globale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

Aktuelles 2017

Faire Mobilität ungarischer Arbeitnehmer_innen in Deutschland Präsentation der Broschüre: "Wissen ist Schutz"

Am 7. Februar 2017 präsentierten Vertreter_innen des Projektes "Faire Mobilität" des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Szabolcs Sepsi und Bernadett Petõ in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest die Broschüre "Wissen ist Schutz". In ungarischer Sprache informiert die Broschüre über Themen wie Sozial- und Arbeitsrecht in Deutschland und stellt so einen Beitrag zu fairer Mobilität für Arbeitnehmer_innen in Europa dar. Die Referent_innen präsentierten vielseitige Beratungsangebote zu arbeitsrechtlichen Vorgaben, Gesundheitsversicherung im Ausland sowie zu Kündigungsrecht und Arbeitsbedingungen. Anschließende Fragen des Publikums drehten sich vor allem um die Erreichbarkeit sowie die Nachhaltigkeit der Beratungsstelle. Der Vorsitzende des Ungarischen Gewerkschaftsbundes (MaSzSz) László Kordás appellierte vor allem an den Ausbau von grenzüberschreitenden Netzwerken in der gesamten EU. Zum Download der Broschüre geht es hier.


Wir suchen Verstärkung: Mitarbeiter/in für Sekretariats- und Veranstaltungsmanagement in Vollzeit oder Teilzeit (30 Wochenstunden)

Die Friedrich-Ebert-Stiftung startet Anfang 2017 ein neues, europaweites Projekt "Flucht, Migration und Integration in Europa" mit Sitz in Budapest, Ungarn. Zur Unterstützung des Projektes suchen wir eine_n Mitarbeiter_in für Sekretariats- und Veranstaltungsmanagement in Vollzeit oder Teilzeit. Bewerbungsfrist ist der 13. Januar 2017. Mehr Information in der Stellenausschreibung.

Weitere Informationen:
Profession.hu


Hungarian politics in 2016

Die erste Veranstaltung der FES-Budapest fand am 20. Januar in Kooperation mit Policy Solutions. Bereits zum dritten Mal wurde ein politischer Jahresrück- und Ausblick "Hungarian politics in 2016" vorgestellt. András Bíró-Nagy, Forschungsdirektor von Policy Solutions, stellte die Hauptaussagen vor. Danach fand eine Paneldiskussion über die politischen Trends des Jahres 2017 mit Mária Sándor, Gründerin der Bewegung der schwarzen Krankenschwestern, András Bozóki, Professor für Politikwissenschaften an der CEU und Péter Petõ, ehemaliger Journalist der eingestellten Tageszeitung Népszabadság, statt. Ist der FIDESZ jetzt in einer besseren Startposition für einen Wahlsieg im Jahre 2018 als er vor den letzten fulminanten Wahlsiegen war?n Gelingt es der demokratischen Opposition aus der katastrophalen Situation im Gesundheitswesen ein Wahlkampfthema zu machen? Ist schon die Diskussion über eine mögliche Zusammenarbeit mit Jobbik für die demokratische Opposition schädlich? Über diese und ähnliche Fragen diskutierten die Panelisten und ein interessiertes Publikum moderiert von der Journalistin Krisztina Bombera.


Wir such Verstärkung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in Vollzeit

Die Friedrich-Ebert-Stiftung startet Anfang 2017 ein neues, europaweites Projekt "Flucht, Migration und Integration in Europa" mit Sitz in Budapest, Ungarn. Zur Durchführung des Projektes suchen wir eine_n wissenschaftliche_n Mitarbeiter_in, der/die eigenverantwortlich europaweite Studien zum Thema in Auftrag gibt und betreut sowie Veranstaltungen konzipiert, durchführt und nachbereitet. Bewerbungsfrist ist der 12. Januar 2017. Mehr Information in der Stellenausschreibung.

Weitere Informationen:
Download Stellenausschreibung


Aktuelles 2016

Karrierebahn im öffentlichen Sektor

Im öffentlichen Sektor Ungarns sind und werden in verschiedenen Berufsgruppen Karrieremodelle eingeführt, welche die Akteure vor großen Herausforderungen stellen. Daher organisierte der größte Gewerkschaftsverband im öffentlichen Sektor, SZEF, in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung eine öffentliche Konferenz am 30. November 2016 in Budapest, um über die bisherigen Erfahrungen und bevorstehenden Veränderungen zu diskutieren.

Für die Pädagogen gilt bereits das neue Modell, wovon die Vorsitzende der Pädagogengewerkschaft (PSZ), Istvánné Galló mit wenig Freude berichtete. Im System herrschen Ungleichheiten, für einige Angestellte bringt das Modell Vorteile, andere können davon gar nicht profitieren. Bei Beamten des Steuer- und Zollamtes funktioniert das eingeführte Karrieremodell besser, im Gesundheits- und Sozialwesen sind die Angestellten am meisten benachteiligt, da dort bisher kein strukturiertes Modell eingeführt wurde.


The State of Populism in Hungary and the EU

Populismus ist in aller Munde, doch wie erfolgreich sind populistische Parteien in Europa wirklich und welche Themen bearbeiten sie? Diesen Fragen widmete sich die Veranstaltung am 24. November organisiert durch Policy Solutions und dem FES-Büro Budapest. Tamás Boros, Co-Direktor bei Policy Solutions stellte das Jahrbuch 'The State of Populism in 2016' vor. Anhand von statistischen Daten zeigte er, dass bereits in zehn EU-Ländern, populistische Parteien eine Zustimmung von über 40 Prozent erreichen. Allerdings scheint der Aufwärtstrend seit dem letzten Jahr zu stagnieren. In der anschließenden Paneldiskussion wurde erörtert, ob der Populismus in Ungarn als Trendsetter oder Trendfolger zu bezeichnen ist. Rajcsányi Gellért (Chefredakteur bei Mandiner) verwies auf die Fähigkeit populistischer Parteien gesellschaftsrelevante Themen aufzuspüren und einfache Lösungen zu präsentieren. Julia Lakatos (Leiterin für Internationale Angelegenheiten im Zentrum für faire politische Analyse) und Attila Juhász (Analyst bei Political Capital) betonten, dass die Parteien der Mitte neue Ansätze zur Konfrontation des Populismus finden müssen, um die Gesellschaft erneut von den positiven Errungenschaften der Demokratie überzeugen zu können.


Alternde Gesellschaft in Ungarn - Zeit für ein nachhaltiges Rentensystem

Die Ausarbeitung einer fairen Altersversorgung gehört zu den zentralen Aufgaben einer jeden sozialen Gesellschaft. Dennoch findet das Thema im politischen Tagesgeschehen nur wenig Beachtung. Am 23. November veranstalteten die Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest und die Mihály-Táncsics-Stiftung daher eine Konferenz mit dem Titel: Neue Politik für eine alternde Gesellschaft - ein nachhaltiges Rentensystem. In seiner Eröffnungsrede erörterte Gyula Molnár, Präsident der MSZP, welche Herausforderungen eine alternde Gesellschaft an die Politik stellt und forderte die Reformierung des ungarischen Rentensystems. Ziel dürfe nicht nur die Sicherung sozialer Verhältnisse, sondern die Erhaltung einer hohen Lebensqualität in fortgeschrittenem Alter sein. Die Situation in Ungarn ist problematisch, denn trotz Inflation bleiben Rentenniveau und staatliche Sozialausgaben niedrig. Wenige junge Beitragszahler stehen einem steigenden Anteil von Pensionisten gegenüber, was zur Gefährdung des Umlageverfahrens führt. Dr. András Simonovits, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der ungarischen Akademie der Wissenschaften, bezeichnete den Kurs der Regierung als irrealen Fehlweg, da steigende Einkommen und eine Reduzierung der Rentenbeiträge nicht mit der Wirklichkeit vereinbar seien. Der Politikwissenschaftler Zoltán Lakner betonte, dass Schulwesen, Gesundheits- und Rentenpolitik kohärent sein müssen und definierte das Bildungssystem als Schlüssel zur Bekämpfung von Altersarmut. Éva Orsós Hegyesiné, Präsidentin der Nationalen Agentur für Rentner, verwies auf die zentrale Rolle von Zivilorganisationen, die als Interessenvertretung fungieren und älteren Menschen die Chance auf Gemeinschaft und Beteiligung geben. Als Lösungsansätze wurden ein flexibleres Renteneintrittsalter und eine Wiedereinführung von Beitragshöchstgrenzen gefordert. Rentenauszahlungen müssen zukünftig in angebrachtem Verhältnis zu geleisteter Arbeit stehen und eine würdige Versorgung im Alter garantieren.


Future of Work - Schlüsselwort: Kompetenzentwicklung

Wie wird sich die Arbeitswelt der Zukunft gestalten? Welchen Einfluss haben Megatrends, wie die fortschreitende Digitalisierung, auf die Arbeitsbedingungen moderner Gesellschaften? Mit diesen drängenden Fragen beschäftigten sich Expert_innen am 22. November 2016 auf einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Ungarischen Gewerkschaftsbund (MaSzSz) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die Debatte thematisierte hauptsächlich gegenwärtige Herausforderungen, die durch den verstärkten Einsatz intelligenter Softwaresysteme in allen Beschäftigungssektoren entstehen. Insbesondere der Abbau von Arbeitsplätzen in traditionellen Industrien stellt Ungarn vor zukünftige Schwierigkeiten. In diesem Zusammenhang diskutierten die Gewerkschaftsvertreter_innen gemeinsam mit dem Vertreter des größten Arbeitgeberverbandes (MGYOSZ) Géza Kelemen, dem Experten des staatlichen digitalen Wohlfahrtsprogramms, Vilmos Both und dem Direktor für public affairs des Verbandes der Infokommunikations- und Elektrounternehmen (IVSZ), Ákos Mácz die paradoxe Realität zwischen dem Mangel hochqualifizierter Arbeitskräfte und der steigenden Beschäftigungslosigkeit ungelernter Arbeiter. Als Folge müssen Staat, Gewerkschaften und Arbeitgeber Strukturen schaffen, welche die Bevölkerung auf den technischen Wandel vorbereiten und weiterbilden. Wenn Initiativen erfolgreich umgesetzt werden, können Effekte der Digitalisierung weniger als Bedrohung, sondern als Chance für den ungarischen Arbeitsmarkt wahrgenommen werden.