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GenderEquality

Arbeitspapiere

Thema: "Die ungarische öffentliche Meinung und die Europäische Union" (ungarisch) von András Bíró-Nagy, Tibor Kadlót und Ádám Köves
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Thema: "Hungarian Politics 2015" von András Bíró-Nagy und Tamás Boros
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Thema: "Hungarian Land as political instrument" von Tamás Boros
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Thema: "Love and Politics"
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Thema: "Flucht, Schlepperei und Fluchthilfe entlang der West-Balkan Route: Lösungen finden statt Festungen bauen" von Prof. Andreas Schloenhardt
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Thema: "Zuwanderer unerwünscht: die Flüchtlingsfrage spaltet die polnische Gesellschaft" von Justyna S. Frelak
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Thema: "Eine Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen? : Hintergründe zur ablehnenden Haltung Tschechiens" von Leonie Liemich, Thomas Öllermann und Anne Seyfferth
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Thema: "Populistisch oder weitsichtig? : die Haltung Ungarns in der europäischen Flüchtlingsfrage" von Jan Niklas Engels
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Herzlich Willkommen,
im Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist die älteste politische Stiftung Deutschlands. Sie ist den Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet und engagiert sich weltweit zugunsten einer Politik der Freiheit, der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit.

In Budapest ist die Friedrich-Ebert-Stiftung seit 1990 vertreten. Ziel unserer Arbeit in Ungarn ist es, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und die Entwicklung einer aktiven Zivilgesellschaft zu fördern und zu einer sozial gerechten Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels beizutragen. Wir setzen uns für die europäische Idee ein und unterstützen die regionale und globale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

Aktuelles 2016

Umstrukturierung des Bildungswesens - "Fit für das 21. Jahrhundert?"

Am 21. Juni 2016 fand eine Dialogveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung mit der Demokratischen Gewerkschaft der Pädagogen (PDSZ) im Budapester Kossuth Klub statt. Im ersten Teil der Konferenz erklärten prominente Akteure der ungarischen Wirtschaft die Bedeutung der Fachausbildung und schilderten ihre Perspektiven zur Umstrukturierung des Bildungswesens in Ungarn:

László Parragh, Vorsitzender der Ungarischen Handels- und Industriekammer (MKIK) schlug vor, viel mehr Wert auf die Fachmittelschulen zu legen und die verschiedenen Bildungsstrukturen miteinander besser zu verbinden. Sándor Demján, Vorsitzender des Landesverbandes der Unternehmer (VOSZ) beklagte den mangelnden Respekt gegenüber der Arbeit in der ungarischen Gesellschaft. Er meint, dass die Zukunft eines Landes in der Fachausbildung steckt. Eine Demokratie entsteht durch Wohlfahrt und Armut könne für die Demokratie große Gefahr bedeuten. Gábor Bojár, Gründer des erfolgreichen Informatikunternehmens GRAPHISOFT SE, bezeichnete die heutige Welt als Industrierevolution 4.0, da alles in Richtung Digitalisierung geht. Mehrwert kann nicht nur durch klassische Produktion von Facharbeiter entstehen, sondern durch nicht greifbare Produkte, wie z.B. Software. In Ungarn gibt es seiner Meinung nach einen Mangel an Ingenieuren und Techniker und wenige Jugendliche planen ihre Karriere in diesem Sektor.

Im zweiten Teil der Konferenz ging es um die internen Herausforderungen im Bildungswesen seitens der Pädagog_innen. Vertreter_innen der Pädagogen sowie Gewerkschafter_innen wiesen auf die bedeutenden Herausforderungen in diesem Sektor auf. Das Bildungswesen darf kein politischer Spielplatz sein, sondern muss ständig gemeinsam mit allen Akteuren des Sektors gestaltet werden - betonten mehrere Sprecher_innen und Teilnehmer_innen der Konferenz.


How should the EU be reformed?

Wirtschaftskrise, Finanzhilfen für Griechenland, Uneinigkeit in der Flüchlingskrise und eine anstehende Volksabstimmung über Brexit, dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU: Die EU befindet sich wahrlich in schwierigen Zeiten. Doch wie kann die Krise überwunden werden? Reichen Reformen alleine aus und wie sollten diese aussehen? Diese und weitere Fragen wurden am 03. Juni 2016 auf der internationalen Konferenz "How should the EU be reformed?" der Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest und Policy Solutions diskutiert.

Nach der Vorstellung zweier Studien, welche die Einstellungen der Bürger in Ungarn und acht weiteren europäischen Ländern gegenüber der EU beleuchteten, fand mit ungarischen Politiker_innen der Parteien Együtt, Fidesz, LMP und MSZP eine rege Diskussion über mögliche Reformen der EU statt. Warum haben die ungarischen Wähler mehr Vertrauen in die EU-Institutionen als in die eigenen? Wie wirkungsvoll ist die Kampagne der ungarischen Regierung gegen eine europäische Flüchtlingsquote? Diese und andere Fragen wurden diskutiert.

Die vorgestellten Studien sind hier aufrufbar:
Studie 1 (Ungarisch)
Studie 2 (Englisch)


Alternativen zur Niedriglohnpolitik in Ostmitteleuropa

Bild der Veranstaltung Bild der Veranstaltung

Am 30. Mai 2016 veranstaltete die West-Ungarische Universität zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest eine internationale Konferenz zum Thema "Lohnentwicklung in Ostmitteleuropa". Ökonom_innen aus verschiedenen europäischen Ländern und Experten des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI) aus Brüssel kamen zusammen, um die Lohnentwicklung in der Visegradregion zu analysieren und Alternativen zum Niedriglohnmodell zu ergründen.

Die Referent_innen setzten sich in den Panels vor allem mit dem Hauptproblem der ostmitteleuropäischen Länder, dem aus der Niedriglohnpolitik resultierenden Fachkräftemangel, auseinander. Zoltán Pogátsa, Dozent an der West-Ungarischen Universität, betonte, dass in Ungarn eine Lohnerhöhung absolut notwendig sei, um einen ökonomischen Paradigmenwechsel und damit eine höhere Produktivität zu ermöglichen. Zudem wurde die Wichtigkeit einer Reform des Bildungswesens hervorgehoben. Mehrere Referent_innen betonten, dass eine Lohnerhöhung allein die prekäre Lage der ostmitteleuropäischen Länder nicht verbessern würde. Vielmehr seien Investitionen in das Humankapital und eine Orientierung am westeuropäischen und skandinavischen Gesellschaftsmodell erforderlich.

Am Anschluss an die Panels fand schließlich ein reger Austausch zwischen Befürworter_innen und Gegner_innen einer Mindestlohnerhöhung statt. Dabei sprach sich eine Vielzahl der Teilnehmer_innen für Reformen aus. Denn wenn ein System nicht funktioniert, muss man neue Wege einschlagen.

Weitere Informationen:
Download Präsentation - Péter Harasztosi, Attila Lindner
Download PowerPoint-Präsentation (.pptx) - László György
Download PowerPoint-Präsentation (.pptx) - Brian Fabo, Sharon S. Belli
Download PowerPoint-Präsentation (.pptx) - Ales Chmelar
Download PowerPoint-Präsentation (.pptx) - Jan Drahokoupil
Download PowerPoint-Präsentation (.ppt) - Béla Galgóczi
Download PowerPoint-Präsentation (.pptx) - Martin Myant
Download PowerPoint-Präsentation (.pptx) - Zoltán Pogátsa
Videobotschaft von Sandro Scocco


Schülerfilmwettbewerb: Die jüdische Geschichte meiner Stadt

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Am 27. Mai fand die Abschlussveranstaltung eines Filmwettbewerbes in Zusammenarbeit zwischen Centropa und FES-Budapest statt. Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Gemeinden nahmen an diesem Wettbewerb teil und drehten ein Kurzvideo mit Bezug auf die jüdische Geschichte ihres Ortes. Mit Unterstützung ihrer Lehrer_innen erforschten sie die jüdische Geschichte ihrer Gemeinde, konzipierten Drehbücher, führten Dreharbeiten und den Schnitt durch. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung konnten die Schüler ihre Produkte und Arbeitsmethoden vorstellen und diskutieren sowie sich gegenseitig austauschen.

Weitere Informationen:
Unter diesem Link kann das Video gesehen werden, das den ersten Preis gewonnen hat.
Unter diesem Link kann das Video gesehen werden, das den zweiten Preis gewonnen hat.
Unter diesem Link kann das Video gesehen werden, das den dritten Preis gewonnen hat.


Gewerkschaftsfrauen stärken landesweit die Interessen der Frauen

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Laut dem Global Gender Gap Report des World Economic Forums aus dem Jahr 2015 befindet sich Ungarn hinsichtlich der Gleichstellung der Geschlechter auf Platz 93 und liegt somit im weltweiten Vergleich hinter Entwicklungsländern wie Uganda (Platz 88) und Swasiland (Platz 92). Besonders in den Bereichen Wirtschaft und Politik werden in Ungarn starke Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen festgestellt. Um die Gründe und Auswirkungen dieses "Gender Gap" zu analysieren, veranstaltete der ungarische Gewerkschaftsbund zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest unter dem Namen "Gleichbehandlung- Chancen der Frauen 2016" eine Seminarreihe, welche im Laufe des ersten Quartals des Jahres in 16 ungarischen Städten stattfand und am 24. Mai 2016 in einer Abschlusskonferenz in Budapest mündete.

Expert_innen tauschten sich zu den Themen Geschlechtergerechtigkeit und Gleichberechtigung auf dem ungarischen Arbeitsmarkt aus, wobei besonders auf die prekäre Lage arbeitender Mütter und auf den Mangel an weiblichem Führungspersonal eingegangen wurde. Zudem wurde die Abschlusskonferenz dazu genutzt, die vorangegangenen Seminare zu evaluieren. Die Teilnehmenden vereinbarten, auch in Zukunft weiter zusammenzuarbeiten, um einen positiven Beitrag zur weiteren Entwicklung der Geschlechtergerechtigkeit in Ungarn zu leisten.


Progressive Politik und die Idee eines Grundeinkommens

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Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens wird in mehreren europäischen Ländern ernsthaft diskutiert: In Finnland soll 2017 ein Pilotprojekt starten, in Hollands viertgrößter Stadt Utrecht soll in Kürze ein Modellprojekt durchgeführt werden und in der Schweiz wird am 5. Juni sogar eine Volksabstimmung über das Grundeinkommen abgehalten.

Vor diesem Hintergrund veranstalteten die "Progressive Hungary Foundation" und die Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest am 21. Mai 2016 die Konferenz "Chances of Progressive Politics and Basic Income in Europe and Hungary". Internationale Expert_innen analysierten die aktuellen Entwicklungen zur Idee eines Grundeinkommens in Europa und tauschten sich über verschiedene Grundeinkommensmodelle aus.

Ist es eine Modellantwort auf Modellprobleme in Ungarn und in anderen Ländern? Generiert das Thema eine richtige Wertediskussion? Ist es wirklich eine sozialdemokratische Antwort auf die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der modernen Gesellschaft? Über diese und ähnliche Fragen diskutierten die Panelisten und die Teilnehmer.


Ein gemeinsames europäisches Haus?

Bild der VeranstaltungDer Konflikt in der und um die Ukraine hat die bisherigen Prämissen der Europäischen Ostpolitik in Frage gestellt. In der neuen FES-Perspektive "A Shared European Home. The European Union, Russia and the Eastern Partnership" (Link) plädieren die insgesamt elf Autor_innen aus der EU, Georgien, Russland und der Ukraine für eine pragmatische Politik der EU gegenüber ihren östlichen Nachbarn: Das tiefe Zerwürfnis zwischen der EU und Russland sollte nicht Kooperation in Bereichen verhindern, in denen dies von wechselseitigem Interesse ist. Chancen hierzu sehen die Autor_innen insbesondere in der technischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit, im zivilgesellschaftlichen Austausch und auf dem Feld der internationalen Politik. Kooperation ist demnach Grundvoraussetzung für die Rückgewinnung von Vertrauen in den Beziehungen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu: Die wechselseitige Abhängigkeit zwischen der EU und Russland konnte den Konflikt zwar nicht verhindern, trug aber zu dessen Einhegung bei. Ökonomische Interdependenz sollte daher bewahrt und nach Möglichkeit ausgebaut werden.


#EuropeCalling

Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Flüchtlingskrise: Sie wirken wie Zentrifugalkräfte, die Europa politisch polarisieren und auseinandertreiben. Das Vertrauen in die Europäische Union, gemeinsame Lösungen für solch zentrale Herausforderungen zu finden, hat schwer gelitten.

Umso wichtiger ist es, zu fragen: Was hält Europa zusammen? Und welche progressive Europapolitik kann dem Pessimismus und den berechtigten Sorgen eine positive und zukunftsfähige Alternative entgegensetzen?

Europe calling (#ec16fes) entwickelt Ideen für ein soziales, gerechtes und freies Europa. Werden Sie Teil davon!Link


Hassrede im Internetzeitalter

Bild der VeranstaltungÖffentliche Diffamierungen sind kein neues Phänomen, jedoch war es wohl noch nie so einfach wie heute, im Zeitalter des Internets, Personen verbal anzugreifen. Die Anonymität der sozialen Medien begünstigt das Verbreiten von Hasstiraden und Hetzparolen. Auch in den ostmitteleuropäischen Ländern ist ein Trend zur vermehrten "Hassrede" zu beobachten - Hauptzielgruppen sind dabei meist ohnehin schon diskriminierte Minderheiten, wie die Roma oder die ungarische Minderheit in der Slowakei und in Rumänien. Um die Mechanismen und Wurzeln dieser öffentlichen Diffamierungen zu ergründen, veranstalte das Center for European Neighbourhood Studies (CENS) der Central European University (CEU) in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest am 19. Mai 2016 eine Tagung mit dem Titel "The Damages of 'Hate Speech' and Tools for Improved Responses". Expert_innen aus den Visegrad- Staaten, Rumänien und Bulgarien boten dabei in drei Panels einen umfassenden Einblick zum Thema und versuchten zusammen mit dem Publikum, mögliche Lösungsstrategien zu erarbeiten.

Weitere Informationen:
Studie von Adrian Szelmenczi
Studie von Max Steuer
Studie von Lubica Stanek
Studie von Rumyan Russinov
Studie von Kálmán Petõcz
Studie von Péter Molnár
Studie von Henriett Eva Dinok
Studie von Jaroslav Cerman


25 Jahr Visegrad Kooperation

Bild der Veranstaltung Bild der Veranstaltung

Anlässlich des 25 jährigen Bestehen der Visegrad Gruppe veranstalte das Center for Neighborhood Studies der CEU zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest die Konferenz "Visegrad at 25: The future of the Central European regional cooperation".

In drei Panels evaluierten Expert_innen aus den Visegrad Staaten die bisherige Kooperation und diskutierten über die zukünftigen Prioritäten der Partnerschaft. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen hierbei die Position der Visegrad Gruppe innerhalb der EU sowie die unterschiedlichen Auffassungen über die zukünftige Zusammenarbeit.

Wie sieht die Realität der Gruppe aus? Was für ein Interessen- und Wertefundament hat die Gruppe, oder sollte sie haben? Welche Rolle spielt die Positionierung der Visegrad-Staaten in der Flüchtlingsfrage? Unterstützt die EU diese Zusammenarbeit, oder hat die EU auch Gegeninteressen? Diese und ähnliche Fragen wurden in einer lebhaften Diskussion diskutiert. Mit Teilnehmenden aus allen Visegrad Ländern bot die Veranstaltung zudem die Chance zu einem einmaligen Austausch auf internationaler Ebene.