Friedrich-Ebert-Stiftung
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GenderEquality

Arbeitspapiere

Thema: "Security Policy and Migration" von Attila Juhász und Fatlum Gashi
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Thema: "The sources of political information in Hungary"
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Thema: "Unzufriedene Wähler_innen in Ungarn" von András Bíró-Nagy, Tibor Kadlót, Tibor Závecz
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Thema: "Gleichstellungspolitische Forderungen von Gewerkschaftsfrauen in Ungarn" von Judith Langowski, M.A.
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Thema: "Direktdemokratische Referenden als Machtinstrument der Regierung? Ein kritischer Blick nach Ungarn" von Róbert László
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Thema: "Solidarity in struggle: feminist perspectives on neoliberalism in East-Central Europe" von Eszter Kováts (ed.)
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Thema: "Dismantling direct democracy : referenda in Hungary " von Róbert László
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Thema: "Enttäuschte Hoffnungen? Einstellungen der ungarischen Bevölkerung zur Europäischen Union" von András Bíró-Nagy, Tibor Kadlót und Ádám Köves
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Herzlich Willkommen,
im Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist die älteste politische Stiftung Deutschlands. Sie ist den Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet und engagiert sich weltweit zugunsten einer Politik der Freiheit, der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit.

In Budapest ist die Friedrich-Ebert-Stiftung seit 1990 vertreten. Ziel unserer Arbeit in Ungarn ist es, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und die Entwicklung einer aktiven Zivilgesellschaft zu fördern und zu einer sozial gerechten Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels beizutragen. Wir setzen uns für die europäische Idee ein und unterstützen die regionale und globale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

Aktuelles 2017

Wir such Verstärkung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in Vollzeit

Die Friedrich-Ebert-Stiftung startet Anfang 2017 ein neues, europaweites Projekt "Flucht, Migration und Integration in Europa" mit Sitz in Budapest, Ungarn. Zur Durchführung des Projektes suchen wir eine_n wissenschaftliche_n Mitarbeiter_in, der/die eigenverantwortlich europaweite Studien zum Thema in Auftrag gibt und betreut sowie Veranstaltungen konzipiert, durchführt und nachbereitet. Bewerbungsfrist ist der 12. Januar 2017. Mehr Information in der Stellenausschreibung.

Weitere Informationen:
Download Stellenausschreibung


Aktuelles 2016

Karrierebahn im öffentlichen Sektor

Im öffentlichen Sektor Ungarns sind und werden in verschiedenen Berufsgruppen Karrieremodelle eingeführt, welche die Akteure vor großen Herausforderungen stellen. Daher organisierte der größte Gewerkschaftsverband im öffentlichen Sektor, SZEF, in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung eine öffentliche Konferenz am 30. November 2016 in Budapest, um über die bisherigen Erfahrungen und bevorstehenden Veränderungen zu diskutieren.

Für die Pädagogen gilt bereits das neue Modell, wovon die Vorsitzende der Pädagogengewerkschaft (PSZ), Istvánné Galló mit wenig Freude berichtete. Im System herrschen Ungleichheiten, für einige Angestellte bringt das Modell Vorteile, andere können davon gar nicht profitieren. Bei Beamten des Steuer- und Zollamtes funktioniert das eingeführte Karrieremodell besser, im Gesundheits- und Sozialwesen sind die Angestellten am meisten benachteiligt, da dort bisher kein strukturiertes Modell eingeführt wurde.


The State of Populism in Hungary and the EU

Populismus ist in aller Munde, doch wie erfolgreich sind populistische Parteien in Europa wirklich und welche Themen bearbeiten sie? Diesen Fragen widmete sich die Veranstaltung am 24. November organisiert durch Policy Solutions und dem FES-Büro Budapest. Tamás Boros, Co-Direktor bei Policy Solutions stellte das Jahrbuch 'The State of Populism in 2016' vor. Anhand von statistischen Daten zeigte er, dass bereits in zehn EU-Ländern, populistische Parteien eine Zustimmung von über 40 Prozent erreichen. Allerdings scheint der Aufwärtstrend seit dem letzten Jahr zu stagnieren. In der anschließenden Paneldiskussion wurde erörtert, ob der Populismus in Ungarn als Trendsetter oder Trendfolger zu bezeichnen ist. Rajcsányi Gellért (Chefredakteur bei Mandiner) verwies auf die Fähigkeit populistischer Parteien gesellschaftsrelevante Themen aufzuspüren und einfache Lösungen zu präsentieren. Julia Lakatos (Leiterin für Internationale Angelegenheiten im Zentrum für faire politische Analyse) und Attila Juhász (Analyst bei Political Capital) betonten, dass die Parteien der Mitte neue Ansätze zur Konfrontation des Populismus finden müssen, um die Gesellschaft erneut von den positiven Errungenschaften der Demokratie überzeugen zu können.


Alternde Gesellschaft in Ungarn - Zeit für ein nachhaltiges Rentensystem

Die Ausarbeitung einer fairen Altersversorgung gehört zu den zentralen Aufgaben einer jeden sozialen Gesellschaft. Dennoch findet das Thema im politischen Tagesgeschehen nur wenig Beachtung. Am 23. November veranstalteten die Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest und die Mihály-Táncsics-Stiftung daher eine Konferenz mit dem Titel: Neue Politik für eine alternde Gesellschaft - ein nachhaltiges Rentensystem. In seiner Eröffnungsrede erörterte Gyula Molnár, Präsident der MSZP, welche Herausforderungen eine alternde Gesellschaft an die Politik stellt und forderte die Reformierung des ungarischen Rentensystems. Ziel dürfe nicht nur die Sicherung sozialer Verhältnisse, sondern die Erhaltung einer hohen Lebensqualität in fortgeschrittenem Alter sein. Die Situation in Ungarn ist problematisch, denn trotz Inflation bleiben Rentenniveau und staatliche Sozialausgaben niedrig. Wenige junge Beitragszahler stehen einem steigenden Anteil von Pensionisten gegenüber, was zur Gefährdung des Umlageverfahrens führt. Dr. András Simonovits, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der ungarischen Akademie der Wissenschaften, bezeichnete den Kurs der Regierung als irrealen Fehlweg, da steigende Einkommen und eine Reduzierung der Rentenbeiträge nicht mit der Wirklichkeit vereinbar seien. Der Politikwissenschaftler Zoltán Lakner betonte, dass Schulwesen, Gesundheits- und Rentenpolitik kohärent sein müssen und definierte das Bildungssystem als Schlüssel zur Bekämpfung von Altersarmut. Éva Orsós Hegyesiné, Präsidentin der Nationalen Agentur für Rentner, verwies auf die zentrale Rolle von Zivilorganisationen, die als Interessenvertretung fungieren und älteren Menschen die Chance auf Gemeinschaft und Beteiligung geben. Als Lösungsansätze wurden ein flexibleres Renteneintrittsalter und eine Wiedereinführung von Beitragshöchstgrenzen gefordert. Rentenauszahlungen müssen zukünftig in angebrachtem Verhältnis zu geleisteter Arbeit stehen und eine würdige Versorgung im Alter garantieren.


Future of Work - Schlüsselwort: Kompetenzentwicklung

Wie wird sich die Arbeitswelt der Zukunft gestalten? Welchen Einfluss haben Megatrends, wie die fortschreitende Digitalisierung, auf die Arbeitsbedingungen moderner Gesellschaften? Mit diesen drängenden Fragen beschäftigten sich Expert_innen am 22. November 2016 auf einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Ungarischen Gewerkschaftsbund (MaSzSz) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die Debatte thematisierte hauptsächlich gegenwärtige Herausforderungen, die durch den verstärkten Einsatz intelligenter Softwaresysteme in allen Beschäftigungssektoren entstehen. Insbesondere der Abbau von Arbeitsplätzen in traditionellen Industrien stellt Ungarn vor zukünftige Schwierigkeiten. In diesem Zusammenhang diskutierten die Gewerkschaftsvertreter_innen gemeinsam mit dem Vertreter des größten Arbeitgeberverbandes (MGYOSZ) Géza Kelemen, dem Experten des staatlichen digitalen Wohlfahrtsprogramms, Vilmos Both und dem Direktor für public affairs des Verbandes der Infokommunikations- und Elektrounternehmen (IVSZ), Ákos Mácz die paradoxe Realität zwischen dem Mangel hochqualifizierter Arbeitskräfte und der steigenden Beschäftigungslosigkeit ungelernter Arbeiter. Als Folge müssen Staat, Gewerkschaften und Arbeitgeber Strukturen schaffen, welche die Bevölkerung auf den technischen Wandel vorbereiten und weiterbilden. Wenn Initiativen erfolgreich umgesetzt werden, können Effekte der Digitalisierung weniger als Bedrohung, sondern als Chance für den ungarischen Arbeitsmarkt wahrgenommen werden.


Zustand und Entwicklungspfad der russischen Wirtschaft

Die Auswirkungen der europäischen Sanktionspolitik, des gesunkenen Ölpreises und anderer Faktoren auf die Entwicklung der russischen Wirtschaft diskutierten Expert_innen am 21. November auf einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Institut für Central European Neighbourhood Studies (CENS). Die Veranstaltung mit dem Titel 'The State of the Russian Economy and Russia’s Development Path' verdeutlichte die Interdependenz der Wirtschaftsblocks und verwies auf beidseitig negative Konsequenzen der stagnierenden Situation.

Obwohl Russland ein bedeutender Akteur in der internationalen Wirtschaft und Politik bleibt, kann die nationale Rezession nicht geleugnet werden. Russische Wirtschaftsexperten, wie Vasily Astrov (Vienna Institute of International Economic Studies) und Andrey Chernyavskiy (Center for Development Institute) ermöglichten einen Überblick über die russische Wirtschaft und formulierten Zukunftsprognosen vor dem Hintergrund europäischer Sanktionen und Handelsembargos. Dabei wurden die kaum diversifizierte Industrielandschaft Russlands und dessen Abhängigkeit vom Energiesektor offensichtlich. Die Politikwissenschaftler_innen Yulia Nikitina und Nikolay Petrov betonten die Ineffizienz der europäischen Sanktionspolitik hinsichtlich einer Verbesserung des diplomatischen Klimas und prognostizierten eine Gefährdung der Langzeitbeziehungen. Die Flucht in Isolation kann deshalb keine Lösung sein. Russland und Europa müssen neue Zugangskanäle finden und offensive Einschüchterung sollte durch konstruktiven Dialog abgelöst werden.


Social Europe: "The Hungarian Government is ultra-concerned about the safety of Women - and Roma.."

Social Europe hat den Artikel "The Hungarian Government is ultra-concerned about the safety of Women - and Roma.." von Lídia Balogh, Forscherin an der Akademie der Wissenschaften Ungarns, veröffentlicht. Im Paper werden die Anti-Gender und Anti-Roma Inhalte der Referendumskampagne gegen eine EU-Flüchtlingsquote der ungarischen Regierung analysiert. Die Lektüre ist allen empfohlen, die die instrumentalisierte Verbindung der drei Themen Flüchtling, Roma und Gender besser verstehen möchte: Link


Auszeichnungen für unseren Projekt

Unser Kooperationsprojekt mit Policy Solutions "Wer sind die ungarischen Wähler" hat zwei Auszeichnungen gewonnen. Das führende ungarische Marketing Portal "Kreativ.hu" verleiht jährlich eine "Mediadesign"-Auszeichnung. Unser zweisprachiges Buch (Link),welches zwanzig unterschiedliche ungarische Wählergruppen vorstellt und mit Porträtfotos ergänzt wird, hat eine silberne Medaille gewonnen. Die dazugehörige Website (Link) wurde mit einer Bronze-Medaille ausgezeichnet.

Wir freuen uns sehr!


Arbeitsbeziehungen in Ungarnaus multidisziplinärer Sicht

Am 16. November 2016 veranstaltete die Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit der Juristischen Fakultät der Universität ELTE eine Konferenz mit dem Titel: "Abwertung von Arbeitsbeziehungen - Solidarität und Zusammenarbeit" - Ursachen der Probleme und mögliche Auswege aus Sicht von drei Wissenschaften und der Praxis.

Dies war bereits die dritte gemeinsame Konferenzin Kooperation mit ELTE und ging weiter über das Themengebiet "Arbeitsrecht" hinaus. Die Arbeitsbeziehungen in Ungarn bleiben weit unter den nationalen Erwartungen, aber auch im europäischen Vergleich erfüllen die Arbeitsbeziehungen in Ungarn weder ihre wirtschaftlichen noch ihre gesellschaftlichen Aufgaben. Die Sozialpartner spielen bei der Gestaltung des Arbeitsrechts nur eine sehr geringe Rolle. 2/3 der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind kollektivvertraglich nicht abgedeckt, die Mitgliederzahl der Gewerkschaften liegt nur bei 9-10%.

Die Konferenz legte durch drei Wissenschaftsfelder - Arbeitsrecht, Soziologie und Sozialpsychologie - die Ursachen offen und brachte für die Zukunft Ideen, wie die Arbeitsbeziehungen gestärkt werden könnten.


Europe is first and foremost a union of values

Gemeinsam mit dem Center for European Neighborhood Studies (CENS) der Central European University organisierte die Friedrich-Ebert-Stiftung am 8. November eine öffentliche Konferenz zum Thema: "Effects of conditionality and post-conditionality on the quality of democracy in EU member states and beyond".

Expert_innen aus der Türkei, Serbien, Kroatien, Bulgarien, Slowakei, Romania und Ungarn haben sich mit den konkreten und langfristigen Problemen der Konditionalität für den EU-Beitritt und Nachbeitrittskonditionalitäten auseinandergesetzt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland. In seinem Vortrag analysierte er leidenschaftlich und offen die aktuellen Herausforderungen der EU im Rahmen der Interessen und Werte. Seine Rede ist hier abrufbar: Link

In den anschließenden zwei Panels wurden folgende Fragen diskutiert: In welchen Zeitrahmen gelten "Conditionalities" als Erfolg und in welchen anderen als defizitäre Entwicklungsmotoren? Kann ein richtiger Überblick über die Entwicklung der EU und über die Entwicklung der Demokratie aus der Perspektive der Konditionalität gewonnen werden? Sind sie notwendige, aber nicht ausreichende Standards für eine Gesamtbewertung? Sollen andere Standards in die Diskussion einbezogen werden? Sollen neue Standards für eine ganzheitliche Bewertung der EU entwickelt werden?

Weitere Informationen:
Medienberichterstattung


Wohin entwickelt sich die Europäische Union?

Vor dem aktuellen Hintergrund politischer Referenda in Ungarn und Großbritannien, stellten das Centre for Euro-Atlantic Integration and Democracy (CEID) und die Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest am 20. Oktober bei ihrem Auftaktevent zur Veranstaltungsreihe 'European Café', die Frage, wohin sich die Europäische Union entwickelt. Daraus ergab sich eine Diskussion um neue Herausforderungen und Entwicklungspotentiale im europäischen Integrationsprozess. Geladen waren Birgit Sippel, deutsche sozialdemokratische Europaparlamentsabgeordnete und die ehemalige Vizepräsidentin der Ungarischen Notenbank Júlia Király. Beide Expertinnen klassifizierten Großbritanniens Entscheidung zum EU-Austritt als endgültig, favorisierten aber ein entgegenkommendes Vorgehen europäischer Institutionen in Brexit-Verhandlungen. Júlia Király beleuchtete vor allem die unterschiedlichen Positionen Ungarns und Großbritanniens in der EU, sowie daraus hervorgehende Pflichten und Abhängigkeiten.